Staff-Welpe: Intelligent, stark, führungsbedürftig
American Staffordshire Terrier („Staffs“) stammen ursprünglich aus England, wurden in Amerika als Farmhunde beliebt – Ziehen, Viehbewachung, Jagd. Heute haben sie durch Zucht auf Hundekämpfe einen schlechten Ruf. Dabei behielten sie Selbstbewusstsein und Athletik, die sie bei richtiger Führung zu tollen Familien- und Sporthunden machen.
Benötigte Utensilien
- Leine und Halsband oder Geschirr
- Box
- Interaktives Spielzeug
- Leckerlis
Erziehungsschritte
- Sofort sozialisieren: Staff-Welpen sind intelligent und selbstbewusst – ohne richtige Exposition gegenüber Menschen, Geräuschen, Tieren kann das in Angst umschlagen. Als Terrier brauchen sie Kontakt zu anderen Hunden/Tieren, um spätere Aggression zu verhindern. Erscheint der Welpe ängstlich: Langsam vorgehen, warten bis das natürliche Selbstbewusstsein zurückkehrt, dann Annäherung belohnen. Wenn der Tierarzt vor Impfschutz warnt: Leute/Hunde nach Hause einladen oder Welpe tragen, um Reize zu ermöglichen. Sozialisierungsfenster schließt sich mit ca. 14 Wochen.
- Leinenführigkeit früh üben: Diese Rasse ist extrem stark – ohne Leinentraining ziehen sie selbst starke Menschen die Straße runter. Aber sie brauchen viel Bewegung, besonders jung. Keine Strafe beim Leinentraining: Einfach stehenbleiben, wenn der Welpe zieht. Dreht er sich zu Ihnen (Leine locker), loben und weitergehen. Konsequenz bringt schnelle Ergebnisse. Bei Kontrollproblemen: Premier Easy Walk Geschirr gibt bessere Kontrolle als jedes Halsband.
- „Nichts im Leben ist umsonst“ – Respekt aufbauen: Einfache Verhaltensweisen (Sitz, Platz, Bleib) beibringen. Dann: Jede gewünschte Ressource (Streicheln, Leckerli, Spaziergang) muss durch ein Verhalten „erarbeitet“ werden. Das lehrt ruhiges, respektvolles Verhalten. In der Adoleszenz (ca. 6 Monate) Handfütterung erwägen: Jede Handvoll Futter nur nach einem Kommando.
- Boxentraining für Stubenreinheit: Unbeaufsichtigter Welpe macht, wo er will, und kaut alles an. Staffs sind schlau – Stubenreinheit gelingt leicht bei Aufmerksamkeit. Bedarf antizipieren: nach Fressen, Schlafen, Spielen sofort raus. Für richtiges Geschäft belohnen. Stündlich rausbringen, wenn nötig. Wenn unbeaufsichtigt: In die Box, aber als Welpe max. 1 Stunde am Stück.