Warum könnten reinrassige Hunde und Katzen mehr erbte Störungen als gemischte Rassen ausgesetzt sein?

Reinrassige Hunde und Katzen sind aufgrund mehrerer Faktoren anfälliger für ererbte Erkrankungen im Vergleich zu gemischten Rassen:

1. Inzucht: In reinrassigen Zuchtpraktiken beinhalten häufig enge Verwandte, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, zwei Kopien des gleichen Gens mit einer schädlichen Mutation zu erben. Dieses Phänomen ist als Inzuchtdepression bekannt , was zu einer höheren Inzidenz genetischer Krankheiten führt.

2. Selektive Zucht: Züchter konzentrieren sich häufig auf bestimmte körperliche Merkmale und übersehen manchmal gesundheitliche Bedenken. Dieser selektive Druck kann bestimmte genetische Mutationen in einer Rasse unbeabsichtigt konzentrieren, was sie anfälliger für bestimmte Krankheiten macht.

3. Begrenzter Genpool: Reinrassige Populationen haben im Vergleich zu gemischten Rassen einen kleineren Genpool. Diese begrenzte genetische Vielfalt macht es schwierig, schädliche Mutationen zu beseitigen, da sie eher an Nachkommen übergeben werden.

4. Rezessive Gene: Viele genetische Störungen werden durch rezessive Gene verursacht. In gemischten Rassen sind die Wahrscheinlichkeit, zwei Kopien eines rezessiven Gens zu erben, aufgrund der größeren genetischen Vielfalt geringer. In reinem Breds sind jedoch die Wahrscheinlichkeit, zwei Kopien eines schädlichen rezessiven Gens zu erben, aufgrund des begrenzten Genpools und der Inzucht erhöht.

5. Mangel an natürlicher Selektion: In der Natur überleben Tiere mit genetischen Defekten seltener und vermehren sich. In einer kontrollierten Brutumgebung können diese genetischen Defekte aufgrund des Mangels an natürlicher Selektion jedoch aufrechterhalten werden.

Beispiele für ererbte Erkrankungen in reinrassigen:

* Hüftdysplasie: Häufig in deutschen Schäferhöfen, Golden Retrievers und Labrador Retrievers

* Patellar Luxation: Gemeinsam in Yorkshire Terrier, Kavalierkönig Charles Spaniels und Pommerianern

* progressive Netzhautatrophie: Häufig in australischen Hirten, Cocker -Spaniels und Pudeln

* polyzystische Nierenerkrankung: Häufig in Perser, Birman und Himalaya -Katzen

Wichtiger Hinweis: Während Purebreds möglicherweise anfälliger für ererbte Erkrankungen sind, entwickeln nicht alle Hunde oder Katzen einer bestimmten Rasse einen bestimmten Zustand. Einzelne Genetik und Umweltfaktoren spielen auch eine Rolle bei der Krankheitsentwicklung. Es ist wichtig, einen angesehenen Züchter zu wählen, der die Gesundheit priorisiert und ihre Zuchtbestände auf genetische Störungen untersucht.