Braucht man spezielle Steine für ein bepflanztes Süßwasseraquarium?

**Nein, „spezielle“ Steine sind nicht zwingend** – aber die **Auswahl entscheidend** für Wasserchemie, Sicherheit & Optik.

Worauf achten?

  • Aquariensicherheit: Keine Schadstoffabgabe (Schwermetalle, Öl, Pestizide). **Keine Steine aus Garten/Bach** (unbekannte Belastung, Parasiten).
  • Keine scharfen Kanten: Verletzungsgefahr für Fische (besonders Welse, Schmerlen).
  • Wasserwerteinfluss:
    • **Kalkhaltig (Kalkstein, Marmor, Dolomit, Korallengerippe):** Heben pH & KH → gut für Malawi/Tanganyika, schlecht für Weichwasserarten (Diskus, Neons).
    • Neutral (Granit, Quarzit, Schiefer, Basalt, Lava, Sandstein): Kein Einfluss – **universell einsetzbar**.
  • Porosität: Lavagestein, Siporax-Steine → **Besiedlungsfläche für Nitrifikanten** (biologischer Filter).
  • Optik & Aquascaping: Farbharmonie, Textur, Form (Iwagumi, Naturstyle, Holland).

Beliebte Steintypen im Aquascaping

  • Dragon Stone (Ohko): Tonmineral, löchrig, neutral, sehr natürlich.
  • Seiryu Stone: Kalkhaltig, scharfkantig, dramatisch – **pH/KH heben**!
  • Lava Rock: Porös, leicht, biologisch aktiv, neutral.
  • Schieferplatten: Flach, schichtbar, neutral – ideal für Höhlen, Terrassen.
  • Wurzeln (Mopani, Red Moor, Spider Wood): Keine Steine, aber **Hardscape** – geben Huminsäuren (leicht säuerlich, antibakteriell).

Vorbereitung (Pflicht!)

  1. Bürsten + Wasser (kein Reiniger).
  2. **Auskochen 10–20 Min** oder **24 h in kochendem Wasser** (Keime, organisches Material).
  3. Abkühlen, **Wassertest** (pH, KH, GH vor/nach 24 h Einweichen in RO-Wasser) → Einfluss prüfen.

**Fazit:** Keine „Spezialsteine“ nötig, aber **gezielte Auswahl** nach Wasserwerten, Bewohnern, Design – und **Hygiene**.